Mövchenmarkt: Belebung für den Marktplatz

movchen2015

Blauer Himmel, buntes Angebot. Eine Bierzelt-Garnitur kreativ zum Warenregal umfunktioniert. Der Mövchenmarkt war am Sonntag, 23. August, ein Anziehungspunkt in der Innenstadt. Ursprünglich findet der Flohmarkt im Frühjahr statt. Wegen schlechten Wetters war die Veranstaltung der Aktionsgemeinschaft Drolshagen verschoben worden. Zum Glück. Besser hätten die Bedingungen nicht sein können.

Kinderkleidung, alte Koffer, nostalgisches Kinderkarussell, ein nostalgisches Radio, Werkzeug, Bücher, Spielsachen. Interessantes und Überflüssiges boten die Standbetreiber. Gleich nach der Eröffnung schlenderten viele durch die Standreihen.

Zufällig waren ein Vater mit kleiner Tochter auf dem Markt gelandet. Sie wollten Brötchen haben. Der Bäcker hatte geschlossen, als der Markt gerade öffnete. Und weil die Familie am Sonntag das schöne Wetter nutzen wollte, um schwimmen zu gehen, passte es, dass sie für die Tochter noch Schwimmflügel erstehen konnten. Sandra von der Steen war ebenfalls fündig geworden, hatte ein Buch unterm Arm. Eigentlich wollte sie selbst einen Stand aufmachen, sah sich dann aber nach Büchern und Kindersachen um.

Lohn fürs Keller aufräumen

Manuela und Kai Rasenack waren erstmals beim Mövchenmarkt mit einem Stand dabei. Freunde und Familie hatten ihre Kramsachen nebenan aufgebaut. Ihr Ziel: „Platz schaffen“, sagt Manuela Rasenack. „Die Standmiete haben wir schon raus“, freute sich Kai Rasenack schon am späten Vormittag. Zwischen Krimskrams, der sich im Keller angesammelt hatte, fanden sich auch alte Handpuppen. Kasper, Wolf und Krokodil waren der Hingucker am Stand der Rasenacks, die sich einfach einen schönen Tag machen wollten.

Treffpunkt am Sonntag

Der Markt biete nicht nur Gelegenheit, Speicher und Keller aufzuräumen und dafür noch ein paar Euro einzustecken. Der Mövchenmarkt ist auch Teil des Konzepts den Marktplatz zu beleben, die Innenstadt attraktiver zu machen, wie Elisabeth Nierhoff von der Buchhandlung gegenüber betont. Sie war selbst als Mitglied der ausrichtenden Aktionsgemeinschaft mit einem Stand vertreten und hat festgestellt: „Es sind zum Teil schon andere Kunden da als die, die in den Laden kommen.“ Die Resonanz sei positiv, meint sie: „Ich höre oft, das ist toll, dass ihr das macht und den Platz belebt.“

Und schließlich ist der Markt auch Treffpunkt nach dem Gottesdienst. „Hallo, „Hallo, wie isset“, rufen sich Menschen durch die Standreihen zu. Und Herz für den Fußball haben die Drolshagerinnen auch, wie der Mövchenmarkt am Sonntag zeigte. Eine zumindest. Die hatte eine Schalke-04-Fahne entdeckt und zeigte sich gönnerhaft: „Hier, Thomas, was für Dich.“

(Artikel aus www.lokalplus.nrw, Rüdiger Kahlke)